Kreative Naturgärten mit Geranien. Nachhaltig, farbenfroh und mit viel DIY-Flair

Entdecken Sie Gestaltungsideen für naturnahe Gärten, von bienenfreundlichen Pflanzkombinationen mit Geranien bis hin zu blühenden Upcycling-Projekten.

Naturnahe Gärten liegen im Trend. Sie spiegeln den Wunsch nach Ursprünglichkeit, Nachhaltigkeit und einem harmonischen Miteinander von Mensch und Natur wider. Zwischen üppiger Blütenfülle, rustikalen Materialien und liebevollen Details wie alten Holzkisten, Bienenkörben oder Insektenhotels entstehen lebendige Rückzugsorte, die zugleich wertvollen Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere schaffen. Geranien passen perfekt in solche Naturgärten. Die pflegeleichten Blühwunder halten Hitze und kurze Trockenphasen mühelos aus und setzen vom Frühling bis weit in den Herbst hinein leuchtende Akzente. Gleichzeitig lassen sie sich perfekt mit bienenfreundlichen Pflanzen wie Wandelröschen (Lantana camara), Schneeflockenblume (Sutera diffusus) und Guarani-Salbei (Salvia guaranitica) kombinieren und wunderbar in kreative DIY-Projekte integrieren. Die Experten von Pelargonium for Europe (PfE) stellen inspirierende Gestaltungsideen für naturnahe Gärten vor, von stimmungsvollen Pflanzkombinationen mit Geranien bis hin zu dekorativen Upcycling-Projekten mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Geranien im Naturgarten – farbenfroh und vielseitig

Geranien gehören zu den zuverlässigsten Sommerblühern. Sie lieben Sonne und Wärme, blühen üppig und anhaltend von Mai bis zum ersten Frost und überzeugen mit Robustheit und geringen Pflegeansprüchen. In Körben, Kübeln oder rustikalen Holzkisten kommen sie besonders gut zur Geltung und setzen kräftige Farbakzente. Besonders reizvoll wirken Geranien in Kombination mit sonnenliebenden Kräutern oder Sommerblumen, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anziehen.

So entstehen Pflanzkombinationen wie dielinks im Bild mit verschiedenen Geranien, Steppensalbei (Salvia nemorosa), Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus), Bohnenkraut (Satureja montana) und Goldmarie (Bidens ferulifolia), die optisch begeistern und zugleich die Artenvielfalt im Garten fördern.

Natürliche Materialien wie Holz, Terrakotta und Stein sowie Gefäße mit Patina unterstreichen den ursprünglichen Charakter. Wer seinem Naturgarten eine persönliche Note geben möchte, kann mit kleinen DIY-Projekten Akzente setzen. Vom Insektenhotel bis zum bepflanzten Upcycling-Gefäß entstehen Gestaltungselemente, die Nützliches und Schönes vereinen und den Garten unverwechselbar machen.

DIY-Idee 1: Insektenhotel aus Konservendosen

Selbstgebaute Insektenhotels sind nicht nur wertvolle Nistplätze, sondern auch fröhliche Hingucker. Bei dieser DIY-Variante werden einfache Konservendosen in bunte „Insektenwesen“ verwandelt, die zwischen Geranien und bienenfreundlichen Sommerblumen wie Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) und Steppensalbei (Salvia nemorosa) zum Blickfang werden.

Benötigt werden: Konservendosen, Rundhölzer, Gewindestangen, Unterlegscheiben, Schraubmuttern, Rebdraht, Holzperlen, bunte Schnur, Klebe, Bambusröhrchen und eine Bohrmaschine.

So geht’s Schritt für Schritt:

  1. Mit um die Dose gewickelten Rebdraht insgesamt sechs Beine formen, je zwei vorne, in der Mitte und hinten. Anschließend Holzperlen als „Füße“ auf die Drahtenden fädeln und durch Umknicken des Drahtes fixieren.

2. Die Dose dicht mit bunter Schnur umwickeln, bis kein Metall mehr sichtbar ist. Anschließend zwei weitere Perlen an die Außenseite der Dose kleben, um „Augen“ für das Tier zu gestalten.

3. Für die Basis in ein Rundholz ein Loch bohren, eine Gewindestange einsetzen.

4. Ein Loch in den Dosenboden bohren, die Dose auf die Gewindestange stecken und mit Unterlegscheibe und Mutter am Holzstab festschrauben.

5. Die Dose dicht mit Bambusröhrchen füllen – so entstehen Nisthilfen.

6. Zwischen Geranien und anderen Blüten platzieren. Fertig ist das kleine Kunstwerk!

DIY-Idee 2: Mini-Hochbeet aus einer Obstkiste

Aus alt mach neu: Eine alte Obstkiste wird mit wenigen Handgriffen zum charmanten Mini-Hochbeet.

Bepflanzt mit üppig blühenden Geranien, Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) und Borretsch (Borago officinalis), Salbei (Salvia officinalis) und Cherrytomaten (Solanum lycopersicum) entsteht ein Arrangement, das Blütenpracht und Nutzpflanzen auf charmante Weise vereint und Insekten reichlich Nahrung bietet.

Zusätzlich zu den genannten Pflanzen benötigt man: eine alte Obstkiste, Dachlatten, wasserfeste Farbe, Schrauben, Jute, robuste Folie (zum Beispiel Teichfolie), Blähton für die Drainage, Erde, ein Tacker und Tackernadeln sowie eine Bohrmaschine, eine Säge und Schleifpapier.

So geht’s Schritt für Schritt:

1. Dachlatten zusägen: Beine ca. 80–85 cm, Querleisten ca. 10 cm. Enden auf Gehrung schneiden, schleifen, mit wetterfester Farbe streichen und trocknen lassen.

2. Je zwei Beine mit einer kurzen Querleiste verschrauben, sodass zwei stabile Seitenteile entstehen. Die Gehrungsschnitte müssen bündig aufeinanderliegen, damit die Beine schräg und gleichzeitig stabil stehen. Die fertigen Seitenteile so an die Obstkiste schrauben, dass das obere Querstück bündig mit dem oberen Kistenrand abschließt.

3. Kiste erst mit Jute und anschließend mit robuster Folie auskleiden und diese am oberen Rand festtackern.

Zur Vermeidung von Staunässe eine Drainageschicht aus Blähton einfüllen.

4. Mit Erde füllen und mit Geranien, Kapuzinerkresse, Borretsch, Salbei und Cherrytomaten bepflanzen.

Dabei auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen achten (ca. 20 cm).

DIY-Idee 3: Bunte Tontöpfe auf Podest

Bunt bemalte Tontöpfe mit Duftgeranien, aufrecht wachsenden Geranien, Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) und Chilipflanzen (Capsicum annuum) vereinen sich auf einem selbstgebauten Holzpodest zu einem Arrangement, das nicht nur schön aussieht, sondern auch herrlich duftet, frische Kochzutaten liefert und reichlich Nahrung für Insekten bereithält. Die DIY-Idee ist in wenigen Schritten umsetzbar.

Benötigt werden ein naturbelassenes Holzbrett, Holzlatten, Tontöpfe, wetterfeste Wandfarbe, Pinsel, Schrauben, Unterlegscheiben, Pflanzerde, Geranien, Kapuzinerkresse und Chilipflanzen.

Und so wird’s gemacht:

1. Holzlatten auf die passende Länge zusägen, farbig streichen und trocknen lassen. Anschließend unter das Brett schrauben.

2. Tontöpfe mit wetterfester Farbe bunt bemalen, gut trocknen lassen.

3. Töpfe durch das Abzugsloch mit Schrauben und Unterlegscheiben am Brett befestigen.

4. Mit Duft- und stehenden Geranien, Kapuzinerkresse und Chilis bepflanzen und an einem sonnigen Platz aufstellen.

Tipp: Eine Drainageschicht aus Blähton verhindert Staunässe.

Das Ergebnis: ein fröhlicher Hingucker, der wenig Aufwand erfordert und gleichzeitig mediterranes Flair in den Naturgarten bringt.

DIY-Idee 4: Mini-Gewächshaus aus Holzkisten

Aus rustikalen Holzkisten und bunten Zweigen entstehen dekorative Mini-Gewächshäuser, die farbenfrohe Geranien, gelb blühenden Zweizahn (Bidens ferulifolia), Tomaten, Chilis und Kapuzinerkresse originell in Szene setzen. Die kreative DIY-Idee vereint Blütenpracht, Duft und kulinarische Vielfalt und bietet Bienen, Hummeln und Schmetterlingen reichlich Nahrung.

Benötigt werden: schlichte Holzkisten, gerade Äste(vier lange, einen mittellangen und vier kurze), wetterfeste Farbe, eine Rosenschere, Schrauben, Folie, ein Tacker mit Tackernadeln, Blähton, Erde und die oben genannten Pflanzen.

Und so wird’s gemacht:

  1. Die vier langen, geraden Äste an den Ecken der Kiste festschrauben. Die Zweigenden mit einer Rosenschere schräg anschneiden und die vier kurzen Äste als Giebel befestigen. Zum Schluss den mittleren Ast zwischen den beiden Giebelenden befestigen, um eine Hausform zu schaffen.
  2. Die Äste mit wetterfester Farbe nach Wunsch bemalen und gut trocknen lassen.
  3. Die Kisten vollständig mit robuster Folie auskleiden und diese am oberen Rand festtackern. Zur Vermeidung von Staunässe eine Drainageschicht aus Blähton einfüllen.

4. Mit Erde füllen und mit Geranien, gelb blühendem Zweizahn, Tomaten, Chilis und Kapuzinerkresse bepflanzen.

5. An einem sonnigen Platz aufstellen und die farbenfrohe Kombination genießen.

Mediterrane Kombinationen mit Geranien

Wenn Blütenfülle auf mediterrane Aromen trifft, verwandelt sich der Naturgarten in eine kleine Urlaubsoase.

Bei dem Kleingarten im Flechtkorb links wurden üppig blühende, pflegeleichte stehende Geranien, Hängegeranien und Duftgeranien mit Thymian (Thymus vulgaris), Tomaten (Solanum lycopersicum) und Aubergine (Solanum melongena) kombiniert. Das farbenfrohe Arrangement verbindet Nutzpflanzen und Blütenpracht und bietet Bienen und anderen Insekten reichlich Nahrung für einen lebendigen Blickfang im Naturgarten – unkompliziert und ausdrucksstark zugleich.

Bei dem Arrangement rechts schaffen üppig blühende, sonnenliebende Geranien in leuchtenden Farben, aromatischer Rosmarin (Rosmarinus officinalis) und feurige Chilis (Capsicum annuum) eine sonnige, mediterrane Atmosphäre und machen den Naturgarten auf Balkon und Terrasse zum farbenfrohen Wohlfühlort.

Fazit: Nachhaltigkeit trifft Blütenfreude

Naturgärten leben von Vielfalt, Kreativität und dem Wunsch nach Ursprünglichkeit, Nachhaltigkeit und einem harmonischen Miteinander von Mensch und Natur. Geranien sind dabei ideale Begleiter: pflegeleicht, farbenfroh, robust und vielseitig. Ob als Teil harmonischer Pflanzkombinationen oder in originellen DIY-Projekten, sie machen Gärten lebendig, inspirierend und einzigartig.