Geranien gehören zu den beliebtesten Sommerblumen auf Balkonen und Terrassen. Sie sind pflegeleicht, hitzetolerant, blühfreudig – und echte Kombinationstalente. Ob in reinen Geranienarrangements oder im Zusammenspiel mit anderen Pflanzen: Die vielseitigen Blühwunder eröffnen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten und machen Lust auf lebendige florale Kombinationen. Die Experten von Pelargonium for Europe (PfE) verraten, worauf bei sommerlichen Pflanzkombinationen mit Geranien zu achten ist.
Geranien pur: Spiel mit abwechslungsreichen Farben, Blüten und Laub
Geranien überzeugen durch eine beeindruckende Vielfalt an Sorten, Farben und Formen. Neben den klassischen hängenden und stehenden Sorten gibt es interspezifische Geranien, Edelgeranien, Duft-, Schmetterlings- und Blattschmuckgeranien. Ihre Blüten variieren von einfach bis dicht gefüllt und von klein bis groß. Die Blütenformen sind ebenfalls vielfältig: klassisch rund, stern- oder fingerförmig – oder so ungewöhnlich, dass sie an Rosen, Tulpen oder Schmetterlinge erinnern. Auch das Laub zeigt sich erstaunlich vielseitig: Es kann glatt oder behaart sein, hell- bis dunkelgrün, manchmal mit graugrüner oder rötlicher Tönung, gezackt, rundlich oder tellerförmig. Besonders auffällig sind die Blätter der Blattschmuckgeranien mit ihren markanten Zeichnungen und mehrfarbigen Mustern.


Dank dieser Vielfalt lassen sich selbst mit reinen Geranienpflanzungen abwechslungsreiche Arrangements gestalten. Stehende Geranien sorgen mit ihrem aufrechten Wuchs für Höhe und Präsenz, während hängende Varianten lebendige Akzente am Rand von Kübeln und Balkonkästen setzen. Blattschmuckgeranien bringen mit ihrer besonderen Blattfärbung ruhige Akzente ins Spiel und dienen als strukturgebende Elemente. Duftgeranien ergänzen das Bild mit filigranen Blüten und aromatischem Laub. So entstehen vielfältige, harmonische Kompositionen – ganz ohne weitere Pflanzpartner .
Gemischte Kombinationen: im selben Gefäß oder in getrennten Töpfen
Wer für zusätzliche Abwechslung sorgen möchte, kann Geranien mit anderen Blüh- oder Grünpflanzen kombinieren – vorausgesetzt, alle fühlen sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wohl. Damit dies im selben Gefäß funktioniert, sollten die Pflanzpartner außerdem ähnliche Ansprüche an Wasser und Nährstoffe haben. Gut geeignet sind Blühpflanzen wie Lavendel, Petunien, Schneeflockenblumen, Zauberschnee, Verbenen oder Wandelröschen. Auch Kräuter wie Thymian oder Salbei passen gut zu Geranien. Wer auf kontrastreiche Blattschmuckpflanzen setzt, kann beispielsweise Süßkartoffeln oder Purpurglöckchen integrieren.


Wenn die Ansprüche einzelner Pflanzen deutlich voneinander abweichen, bietet der Einzeltopf-Trick maximale gestalterische Freiheit. Dabei stehen die Pflanzen entweder mitsamt Töpfen in einer großen Schale oder einem Balkonkasten – oder in separaten Gefäßen nebeneinander auf einem Regal, Tisch oder dem Boden. So kann jede Pflanze individuell versorgt werden, ohne dass der optische Gesamteindruck leidet. Besonders dekorativ wirken zum Beispiel Arrangements mit Erdbeeren, Tomaten oder kleinen Olivenbäumchen.
Spiel mit Farben und Größen
Unterschiedliche Höhen, Blattformen und Farbtöne bringen Dynamik ins Arrangement und lassen ein lebendiges Gesamtbild entstehen.
Bei der Farbgestaltung sind viele Varianten möglich: Ton-in-Ton-Kombinationen wirken ruhig und harmonisch, während Kontraste in Pink, Weiß oder Blau für Frische und Leuchtkraft sorgen. Besonders stimmig sind Pflanzungen, bei denen Blütenfarben und Blattgrün optisch miteinander harmonieren. Auch silbrig-grünes oder panaschiertes Laub kann das Farbkonzept stilvoll ergänzen.



Bei der Gestaltung mit verschiedenen Größen empfiehlt sich ein gestuftes Vorgehen: Große, aufrecht wachsende Pflanzen eignen sich ideal als Leitpflanzen. Ihr Platz ist am hinteren Rand des Kastens oder zentral in runden Gefäßen. Stehende Geranien erfüllen diese Rolle besonders gut. Mittelhohe Begleiter schaffen den Übergang zur Vorderkante, während kleinwüchsige oder hängende Arten wie hängende Geranien das Arrangement locker umrahmen.

Für Mensch und Biene: Zierde trifft Nutzen
Geranien gibt es in einfachen, halbgefüllten oder dicht gefüllten Varianten. Vor allem dicht gefüllte Sorten beeindrucken mit ihrer üppigen Schönheit. Sie richten sich in erster Linie an den Menschen, denn sie halten weder Nektar noch Pollen bereit. Viele einfach und halbgefüllt blühende Geranien hingegen haben Insekten wie Bienen und Hummeln durchaus etwas zu bieten. Ihre Staubgefäße enthalten Pollen und einige Sorten produzieren sogar Nektar. Sie werden gerne besucht, wenn die Hecken oder Stauden im Spätsommer keine Blüten mehr bilden.

Selbst gefüllte Geranien können mit ihren leuchtenden Farben und großen Blüten Insekten anziehen – auch wenn sie keine Nahrung bereithalten. Um den Anflug lohnend zu machen, kann man Geranien mit bienenfreundlichen Pflanzen wie Lavendel, Kapuzinerkresse, Verbene oder Männertreu oder aromatischen Kräutern wie Thymian oder Salbei kombinieren. Sie tragen ganz nebenbei zur Artenvielfalt auf Balkon oder Terrasse bei.
So laufen Geranien zu Hochform auf
Ob in reinen Geranienpflanzungen oder gemischten Kombinationen – Geranien wachsen schnell und kräftig und brauchen Raum, um sich voll zu entfalten. Rund 20 Zentimeter Abstand zu benachbarten Pflanzen gelten als ideal, damit sich die jungen Pelargonien gut entwickeln können. Auch das Gefäß sollte passen: Eine Mindesthöhe von 18 Zentimetern sorgt für ausreichend Wurzelraum.
Für die Bepflanzung empfiehlt sich eine hochwertige Balkonblumenerde mit guter Wasserhaltekraft und durchlässiger Struktur. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies sowie Abflusslöcher im Gefäß verhindern Staunässe.
Regelmäßiges Düngen sowie das Entfernen verblühter Pflanzenteile fördern die Blütenbildung – und sorgen dafür, dass sich Geranien und ihre Pflanzpartner bis in den Herbst hinein von ihrer schönsten Seite zeigen.


