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Die Erfolgsformel für einen unbeschwerten Sommer. Pflegetipps für kerngesunde Geranien

Ein blühender Rückzugsort, ein Platz, an dem die Seele baumeln kann. Das wär‘ doch was! Wenn da nicht die Angst wäre, dass sich wieder nur Blattlaus, Schnecke und Weiße Fliege über die Pflanzen auf dem Balkon freuen.

Dabei liegt die rettende Idee bloß einen Einkauf weit entfernt:

Wer sich einen sorgenfreien Sommer wünscht, braucht Geranien. Die machen keinen Ärger!

Warum Geranien die beste Wahl für einen unbeschwerten Sommer sind, welche Pflege das unverwüstliche Blütenwunder braucht und was man tut, wenn es doch einmal Probleme gibt – die Experten von Pelargonium for Europe (PfE) kennen die Antworten.

Warum Geranien pflanzen?

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Geranien bekommen kaum Schädlinge und sind auch ansonsten erstaunlich pflegeleicht.

Ihre Stärke spielen sie in den Momenten aus, in denen andere Sommerblumen straucheln:

Heiß und trocken – das ist genau ihr Ding. Mehr noch. Je sonniger und heißer der Sommer, desto besser gedeihen Geranien. Monatelang erscheinen Blüten über Blüten – vom Pflanztag bis zum ersten Frost. Weil er so robust ist, wächst der blumige Blickfang so manches Problem einfach weg. Selbst „schönstes“ Schneckenwetter trübt die Freude an Geranien nicht, weil Schnecken die fleischigen Triebe und Blätter verschmähen.

Wie Geranien pflegen, damit sie gesund bleiben?

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Geranien brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Auch Mittagssonne verträgt die pflegeleichte Südafrikanerin problemlos. Am schönsten blühen Geranien, wenn sie regelmäßig Wasser bekommen, die Erde nicht komplett austrocknet, aber auch nicht vernässt. Beim Wachsen beanspruchen die Sommerschönheiten jede Menge Nährstoffe, deren Bedarf sich problemlos über Flüssig- oder Langzeitdünger für Blühpflanzen decken lässt. Pilzkrankheiten bleiben fern, wenn man insbesondere nach Regengüssen Verblühtes ausbricht.

Schöner Nebeneffekt: Geranien blühen durch das Ausputzen noch üppiger als ohnehin schon. Schädlinge und Krankheiten können mit schlechter Erde und dreckigen Töpfen eingeschleppt werden. Gebrauchte Gefäße vor dem Bepflanzen also schnell noch mit der Wurzelbürste reinigen.

Lockeres, strukturstabiles Substrat bildet die Basis für gesundes Wachstum, bei der Erde macht sich die Investition in Qualität immens bemerkbar. Von Natur aus sind Geranien robust. Passieren trotzdem Dinge, die nicht passieren sollten, hier fünf SOS-Tipps für die häufigsten Probleme. Sie lassen sich alle ohne Einsatz von Chemie lösen.

SOS: Was tun bei Warzen auf der Blattunterseite?

Verkorkungen sehen aus wie Warzen auf der Blattunterseite. Sie können bei kühlen Temperaturen und allzu guter Wasserversorgung entstehen. Den Wasserüberschuss versuchen die Geranien loszuwerden. Sie reißen ihre Spaltöffnungen (das sind Zellgebilde in den Blattoberflächen, die die Verdunstung regulieren) weiter auf, als gut für sie ist.

Das beschädigt das Gewebe. Die Verkorkungen sind die Narben, die beim Verheilen entstehen.

Prognose: Nicht schön, aber ungefährlich.

Erste Hilfe: Pflanzen heller und so warm wie möglich stellen, bedarfsgerechter gießen.

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SOS: Was tun bei gelben Blättern?

Für fahl-bleiche Blätter gibt es viele Ursachen. Lichtmangel gehört ebenso dazu wie Nährstoffmangel. Besonders zu Beginn der Saison treten auch immer wieder Kältechlorosen auf. Sie entstehen bei Temperaturen unter acht Grad Celsius oder wenn die Temperaturen im Frühsommer noch stark schwanken.

Prognose: Wächst sich raus.

Erste Hilfe: Pflanzen vor zu kühlen Temperaturen schützen und/oder mit einem Gartenvlies warm halten. Bei Nährstoffmangel düngen. Auch Abputzen kann hilfreich sein.

SOS: Was tun gegen Flecken auf dem Laub?

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Tauchen gelbliche Flecken auf den Blattoberseiten auf und erscheinen gleichzeitig ringförmige, braune Kreise auf der Blattunterseite, hat sich die Pflanze Pelargonienrost eingefangen. Pelargonienrost ist eine Pilzkrankheit. Sie kann bei sommerlichen Temperaturen und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit auftreten. Pelargonienrost verbreitet sich ausschließlich über tropfbar flüssiges Wasser auf den Blättern.

Prognose: Die Pflanze regeneriert sich, befallene Blätter nicht.

Erste Hilfe: Befallene Blätter sofort entfernen und im Hausmüll entsorgen. Pflanzen mit mehr Abstand an einen besser durchlüfteten Platz stellen. Beim Gießen darauf achten, dass wenig Wasser auf die Blätter kommt.

SOS: Was tun, wenn die Pflanze welkt, obwohl die Erde feucht ist?

Wenn die Erde feucht ist und das Laub trotzdem welkt, sind die Pflanzen wahrscheinlich übergossen. Bei zu viel Feuchtigkeit setzen sich die Grobporen der Blumenerde mit Wasser zu. Das stört den lebenswichtigen Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid an den Wurzelspitzen und begünstigt Fäulnis.

Prognose: Meistens erholen sich Geranien wieder, wenn der Wasserhaushalt ins Lot kommt.

Erste Hilfe: Nicht noch mehr gießen. Erde abtrocknen lassen. War die Blumenerde von vorneherein nicht die beste, lässt sich durch Umtopfen retten, was zu retten ist.

SOS: Was tun bei mickrigem Wuchs und schwarzen Mücken?

Bei schwarzen Mücken, die in der Nähe der Blumenerde umherschwirren, handelt es sich in der Regel um Trauermücken. Probleme machen ihre Larven. Die knabbern an den Wurzeln und entwickeln sich prächtig, wenn vernässtes Substrat und feuchtwarmes Klima zusammenkommen.

Prognose: Alles wird gut, wenn die Wurzeln noch nicht kaputt sind.

Erste Hilfe: Erde sehr gut abtrocknen lassen, um den Wurzeln Zeit zu geben, sich zu erholen. Zusätzlich hilft es, Blüten und Knospen zu entfernen, damit die Pflanze ihre verbleibende Kraft in die Regeneration der Wurzeln und Blätter stecken kann. Künftig erst gießen, wenn die Oberfläche trocken ist. Gelbtafeln aufstellen. Gegen starken Befall helfen Nützlinge.

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