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Geranienpflege leicht gemacht. Tipps für die perfekte Blütenpracht.

Die Geranie ist ein genügsames Geschöpf. Ihre Pflege erfordert nur wenig Zeit und ist auch ohne den sprichwörtlichen grünen Daumen problemlos zu meistern. Die blühfreudige Sommerschönheit ist so selbst für Pflanzeneinsteiger perfekt geeignet. Damit sich Geranien während der gesamten Balkon- und Gartenzeit vom Frühjahr bis zum Herbst von ihrer schönsten Seite zeigen, sind dennoch einige Pflegehinweise zu beachten. Welche das sind, wissen die Pflanzenexperten von Pelargonium for Europe.

Raum zur freien Entfaltung

Geranien gedeihen besonders gut, wenn sie ausreichend Platz haben. Ist das Pflanzgefäß zu klein oder die Nähe zur Nachbarpflanze zu gering, können sie sich nicht optimal entwickeln. Für Blumenkästen oder Kübel empfiehlt sich daher eine Mindesthöhe von 18 Zentimetern. Der Abstand zur Nachbarpflanze sollte wenigstens 20 Zentimeter betragen.

Ein helles, warmes Plätzchen

Die ursprüngliche Heimat der Geranie ist die Kapregion Südafrikas. Bei reichlich Sonne und milden Temperaturen wachsen Geranien dort ganzjährig und haben dabei eine beeindruckende Artenvielfalt entwickelt. In den hiesigen gemäßigten Breitengraden hingegen finden Geranien im Freien nur während der frostfreien Monate von Mai bis Oktober gute Wachstumsbedingungen. An einem vollsonnigen bis maximal halbschattigen Standort und bei sommerlichen Temperaturen fühlen sie sich rundum wohl. Bei ausreichender Wasserversorgung kann der Geranie selbst große und anhaltende Hitze nichts anhaben.

Ausreichend Wasser

Üppig blühende Geranien benötigen ausreichend Wasser. An trockenen, heißen Sommertagen kann es sogar sinnvoll sein, sie zweimal am Tag zu gießen. Ob eine Pflanze Wasser braucht, lässt sich herausfinden, indem man einen Finger vorsichtig in die Erde steckt. Fühlt diese sich auch in tieferen Lagen trocken an, sollte gegossen werden. Die richtige Wassermenge hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Als grobe Richtschnur kann von zehn Prozent des Topfvolumens pro Gießvorgang ausgegangen werden. Bei einer einzelnen Pflanze in einem Topf von 20 Zentimetern Durchmesser entspricht dies etwa einem halben Liter. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser stets ablaufen kann, um Staunässe zu vermeiden. Da trockene Blumenerde das Wasser nur langsam aufnehmen kann, ist es außerdem besser, langsam und in kleinen Schlucken zu gießen als in einem großen Schwall.

Übrigens: Auch wenn Geranien am prachtvollsten blühen, wenn sie regelmäßig und reichlich gegossen werden, nehmen sie, anders als viele andere Sommerblumen, auch dann keinen dauerhaften Schaden, wenn sie mal eine kürzere Zeit ohne Wasser auskommen müssen.

Ausreichend Nährstoffe

Geranien gehören zu den Starkzehrern. Das bedeutet, sie haben einen vergleichsweise hohen Nährstoffbedarf. Damit die Pflanzen von Anfang an optimal versorgt sind, kann man beim Einpflanzen vorgedüngte Geranienerde verwenden. Alternativ kann man der Blumenerde einen Langzeitdünger beimischen oder das Gießwasser regelmäßig mit einer passenden Nährstofflösung versetzen.

Tipp: Die Nährstoffe in vorgedüngter Blumenerde sind meist nach wenigen Wochen aufgebraucht. Anschließend muss zum Beispiel mit Flüssigdünger regelmäßig nachgedüngt werden.

Bei der Verwendung von Langzeitdüngern auf die Packungshinweise achten:

Hier empfiehlt sich ein Produkt, das bis zu neun Monate ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stellt. Die Angabe „9 Monate“ ist deshalb wichtig, weil sich die Zeitangabe auf ein mittleres Temperaturniveau von rund 20° C bezieht. Bei höheren Temperaturen, die im Balkonkasten im Sommer leicht erreicht werden, wird der Dünger schneller verbraucht. Bei einem 5 bis 6-Monatsdünger besteht daher die Gefahr, dass bereits vor dem Herbst keine Nährstoffe mehr vorhanden sind.

Ausputzen für noch mehr Blütenpracht

Das regelmäßige Entfernen verblühter Blütentriebe und Blätter, das sogenannte Ausputzen, hält Geranien gesund, fördert ihre Blühfreude und sorgt so für zusätzliche Blütenpracht. Dabei nimmt man den verblühten Blütenstängel nahe der Basis zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger und bricht ihn ab. Bei halbgefüllten und gefüllten Sorten ist dies wichtiger als bei einfach blühenden Geranien. Wer das Ausputzen zu aufwändig findet, kann übrigens auf auch „selbstreinigende“ bzw. „selbstputzende“ Sorten zurückgreifen. Hierzu gehören zum Beispiel die „Ville“- und „Decora“-Geranien.

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