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Tipps für den Geranien-Einkauf

Überfordert mit der großen Auswahl an Sommerblumen? Wer robuste, pflegeleichte und blühfreudige Blumen für sonnige bis halbschattige Lagen sucht, ist mit Geranien gut beraten. Ab Mitte April ist die Königin der Sommerblumen überall in Gärtnereien und Gartencentern zu finden. Die Experten von Pelargonium for Europe (PfE) wissen, was beim Einkauf von Geranien zu beachten ist.

1. Buschige Pflanzen auswählen

Wer vom ersten Tag an Freude an seinen Geranien haben möchte, greift am besten zu Pflanzen, die so viele Blätter an kräftigen Stielen besitzen, dass man die Erde im Topf kaum noch sieht. Buschige Geranien mit kräftigen Trieben hatten beim Gärtner genug Zeit, um zu gesunden Pflanzen heranzuwachsen. Sie bringen außer Laub auch einen gut entwickelten Wurzelballen mit. Beides brauchen Geranien, um sofort weiterzuwachsen.

2. Knospenreiche Geranien bevorzugen

Sollen sich Garten, Balkon oder Terrasse schnell in blühende Wohlfühloasen verwandeln, müssen die Geranien von Anfang an viele Knospen mitbringen. Warum? Weil Geranien sogenannte Lichtsummen-Blüher sind. Sie sammeln die Sonnenstrahlen, und erst, wenn ein bestimmter Wert überschritten ist, beginnen sie zu blühen. Bei knospenarmen Exemplaren heißt es abwarten und in den kommenden Wochen auf viel Sonne hoffen.

3.Die richtige Anzahl Geranien kaufen

Bevor man sich auf dem Weg ins Gartencenter macht, sollte man wissen, wie viele Pflanzen man benötigt. Um sich gut zu entwickeln, brauchen Geranien reichlich Platz. In einem 40 Zentimeter langen Kasten finden zwei Geranien Platz, bei 60 Zentimetern sind es drei, bei einem Meter vier bis fünf. In einem Topf mit einem Durchmesser von 20 bis 25 Zentimetern lässt sich eine einzelne Geranie unterbringen. Wichtig: Geraniengefäße sollten mindestens 18 Zentimeter hoch sein.

4. Passende Topf-Größen kaufen

Neben der Pflanzenanzahl sollte man auch die benötigten Topf-Größen kennen. Zum Bepflanzen von Balkonkästen sind zum Beispiel Geranien im 11er beziehungsweise 12er-Kulturtopf perfekt, für Kübel und andere größere Gefäße sind XL-Geranien in Kulturtöpfen mit 13 Zentimetern Durchmesser oder mehr besser geeignet. Sie machen von Anfang an viel her.

Geranien in 6er-Packs sollte man nur kaufen, wenn man viel Zeit und Liebe ins Aufpäppeln stecken will. Sie hatten wenig Zeit zum Wachsen und benötigen Wochen, um den Entwicklungsstand der Großen zu erreichen.

5. Der richtige Einkaufszeitpunkt

In Deutschland füllen sich die Gewächshäuser ab Anfang/Mitte April mit Geranien. Anfang Mai ist die Sortenvielfalt am größten. Wer die Pflanzen nicht gut vor Kälte schützen kann, sollte sie nicht zu früh kaufen. Dauerhaft ins Freie pflanzen sollte man Geranien erst, wenn keine Nachtfröste mehr drohen und die Temperaturen am Tag zweistellige Plusgrade erreichen. In unseren Breiten ist das etwa Mitte Mai nach den Eisheiligen der Fall.

Tipp: An Blumenerde und Dünger denken!

Wer zum Geranien-Einkauf fährt, besorgt am besten auch gleich qualitativ hochwertige Blumenerde. Für einen 80 Zentimeter langen Balkonkasten braucht man zum Beispiel etwa 30 Liter Erde, für einen Topf mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern sind es rund vier Liter. Und auch an Dünger sollte man denken. Zwar sind die meisten Erden vorgedüngt, allerdings empfehlen die Experten von PfE dennoch, beim Pflanzen zusätzlich einen Langzeitdünger zu verwenden. Geranien sind Starkzehrer. Sie haben einen sehr hohen Nährstoffbedarf. Vorgedüngte Erde deckt diesen meist nur wenige Wochen.

Wichtig: Damit der Nährstoffvorrat bis zum Ende der Saison im Herbst reicht, am besten einen 9-Monatsdünger wählen. Steigen die Temperaturen über 20 Grad Celsius, sind die Nährstoffe in der Regel bereits mehrere Wochen vor dem angegebenen Wirkungsende aufgebraucht und es muss nachgedüngt werden.

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