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Helle Terrakottatöpfe mit Geranien in verschiedenen Farben und Größen auf einer Holztreppe vor einer Holzwand

Alles, was du übers Düngen von Geranien wissen musst

Geranien zaubern mit einem Minimum an Pflege Sommerflair auf Balkon und Terrasse. Doch nur mit Luft und Liebe können auch sie nicht glänzen. Als sogenannte Starkzehrer brauchen sie fürs Wachsen und Blühen eine gute Portion Nährstoffe. Und die bekommen sie durchs Düngen.

Lass uns hier ein für alle Mal klären, wie deine Geranien mit der richtigen Dünge-Strategie besonders schön wachsen und reichlich blühen!

Auf dieser Seite erfährst du:
• Wie du Flüssigdünger benutzt
• Warum der Einsatz von Langzeitdünger sinnvoll ist
• Wann es Zeit wird, mit dem Düngen anzufangen
• Wann du nicht mehr düngen musst
• Warum Pflanzen überhaupt Dünger brauchen

Geranien düngen mit Flüssigdünger – wie geht das?

Flüssigen Geraniendünger oder Flüssigdünger für Blühpflanzen mischst du wöchentlich oder alle 14 Tage nach Dosierungsanleitung ins Gießwasser.

1. Gießkanne mit Wasser füllen
2. Passende Dünger-Menge abmessen (Dosierhilfe benutzen)
3. Flüssigdünger ins Gießwasser schütten
4. Mit einem Stab umrühren
5. Direkt auf die Erde im Blumenkasten oder Pflanzgefäß gießen. Am besten so, dass nichts auf die Blätter oder Blüten kommt und nichts daneben läuft

Auf einer mit Teppich, Korbsessel und Beistelltisch wohnlich eingerichteten Terrasse gießt eine junge Frau eine prachtvolle Geranie im Topf.

Falls die Erde im Topf gerade so trocken ist, dass sie sich vom Rand löst, befeuchte sie zunächst mit normalem Gießwasser und dünge erst anschließend. Dadurch nehmen die Wurzeln keinen Schaden. Außerdem verteilt sich der Dünger besser.

Jeden oder jeden zweiten Samstag ans Düngen denken ist nicht dein Ding? Dann gib jedes Mal beim Gießen eine sehr kleine Menge Flüssigdünger ins Gießwasser. Ein Milliliter Flüssigdünger pro Liter Gießwasser vertragen die Geranien in der Regel ganz gut. Eine Spritze oder ein Schnapsglas helfen beim Dosieren, wenn das mit der mitgelieferten Dosierhilfe nicht geht. Auf eine 10-Liter-Gießkanne kommen 10 Milliliter Flüssigdünger. Das ist 1 cl, die Hälfte eines „Kurzen“.

Mit Flüssigdünger lieferst du die Nährstoffe in einer Form nach, die die Wurzeln direkt aufnehmen können.

Vielleicht scheint die Sonne ja dieses Jahr extra schön und die Geranien wachsen wie blöd. Oder es regnet viel und der Regen schwemmt Nährstoffe aus. In beiden Fällen deckt Flüssigdünger den Bedarf punktgenau und schnell.

Warum Flüssigdünger schnell wirkt? Die Wurzeln nehmen ausschließlich im Wasser gelöste Nährstoffe auf. Genau wie die, die du beim Flüssigdüngen verabreichst!

Warum wird häufig empfohlen, Langzeitdünger zum Geranien Düngen zu benutzen?

Hände stecken Düngekegel in weißen Pflanzkasten mit pinken Geranien.

In Langzeitdünger, besser spricht man von Depotdünger, ummantelt eine Membran die Nährstoffe. Sie entweichen nach und nach in kleinen Portionen.

Wie viel in welcher Zeit, hängt von der Temperatur und der Feuchtigkeit im Boden ab – und damit von den gleichen Faktoren wie das Pflanzenwachstum. Brauchen die Pflanzen viel, kommt viel raus. Brauchen sie weniger, wenig. Clever!
Auch wir empfehlen, Langzeitdünger zu benutzen. Einmal beim Pflanzen nach Dosierungsanweisung in die Erde gemischt, musst du etliche Monate nicht mehr ans Düngen denken. Wir wollen aber, dass du Folgendes im Hinterkopf behältst: Dass eine Portion Langzeitdünger die ganze Saison über reicht, ist nicht gesagt. Je nach Verlauf von Temperatur und Bodenfeuchtigkeit kann es sein, dass deine Geranien vielleicht im Spätsommer eine Extra-Portion Pflanzennahrung brauchen.

Merkst du, dass deine Geranien nicht mehr schön blühen oder gelbe Blätter bekommen, obwohl alles andere stimmt, mischst du ab diesem Moment regelmäßig Flüssigdünger ins Gießwasser.

Düngestäbchen wirken ähnlich wie die Langzeitdünger-Perlen. Du kannst sie nach dem Pflanzen jederzeit in die Erde drücken.

Wann mit dem Düngen von Geranien anfangen?

Fang Anfang/Mitte Juni mit dem Düngen an! Nach etwa vier Wochen ist der Dünger in der frischen Blumenerde, in die du deine Geranien gepflanzt hast, so gut wie aufgebraucht.

Warum nicht von Anfang an düngen? Zum einen, weil die Pflanzen anfangs nicht mehr benötigen, als in der Erde ist. Zusätzlicher Dünger wäre rausgeschmissenes Geld. Zum anderen sollen sich die Wurzeln noch Mühe geben, um an Nährstoffe zu gelangen. Die Pflanzen entwickeln dadurch ein leistungsfähigeres Wurzelwerk. Das wird ihnen im Laufe des Sommers noch häufig helfen.

Wann mit dem Düngen von Geranien aufhören?

In Deutschland lohnt sich das Düngen spätestens Ende September nicht mehr. Dann sind die Tage kurz und die Nächte kühl. Die Geranien wachsen weniger als im Sommer. Sie kommen mit dem Rest an Nährstoffen aus, der noch in der Erde ist.
Planst du deine Geranien zu überwintern, signalisiert der Dünge-Stopp den Pflanzen, dass es Zeit wird, sich auf die Ruhephase einzustellen. Der Stoffwechsel fährt runter, die Zellen machen sich winterfertig.

Warum Geranien Dünger brauchen

Helle Terrakottatöpfe mit Geranien in verschiedenen Farben und Größen auf einer Holztreppe vor einer Holzwand

Pflanzen wachsen, indem sie neue Zellen bilden, die sogenannte organische Substanz.

Organische Substanz besteht aus chemischen Elementen, den Nährstoffen. Diese Nährstoffe holt sich die Pflanze aus dem Boden. Sind sie nicht ausreichend da, sorgen wir mit dem Düngen dafür.

Die Hauptnährstoffe heißen Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Ihr Gehalt steht auf allen Düngemitteln.

Stickstoff (N) brauchen die Pflanzen für ihren Stoffwechsel und für den grünen Farbstoff Chlorophyll. Ist genügend Stickstoff da, sind die Geranien sattgrün und strotzen vor Kraft. Fehlt Stickstoff, sind die Blätter fahlgrün und die Geranien wachsen nicht vom Fleck. Zu viel Stickstoff macht Pflanzen anfällig für Krankheiten.

Phosphor (P) gilt als Power-Nährstoff für die Pflanzenzellen und fördert die Blüte. Fehlt er, blühen die Geranien weniger und die Blätter verfärben sich rötlich. Vorsicht: Bei zu viel Phosphor leidet das Wachstum.

Kalium (K) reguliert den Wasserhaushalt.

Es festigt das Pflanzengewebe, stärkt die Abwehrkräfte und wird für das Bilden von Früchten gebraucht. Einen Kalium-Mangel erkennst du daran, dass zuerst die älteren Blätter vom Rand her eintrocknen.

Daneben brauchen Pflanzen noch Kalzium, Schwefel und verschiedene Spurenelemente, wie Eisen und Magnesium.

In Geraniendünger oder Dünger für Blühpflanzen sind die Nährstoffe derart aufeinander abgestimmt, dass sie eine reiche Blüte fördern. Dünger für Grünpflanzen eignet sich nicht zum Geraniendüngen. Ihm fehlt Phosphor. Dünger für Gemüsepflanzen ist in der Regel kalibetont und auch nicht optimal für Geranien.

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